Folie des Monats März – Mobiler Geldtransfer in Kenia

Mobile Geldtransaktionen oder „Mobile Money“ sind das bei Weitem verbreitetste Geld-Transfer-System in Kenia. Dies steht in starkem Kontrast zu den europäischen Ländern, wo Personen den neuen Geldsystemen häufig noch misstrauisch gegenüberstehen. Auf Grund der langjährigen Erfahrung im Bereich Zahlungssysteme in Afrika wurde africon damit beauftragt das Potential für elektronisch Chips in Sub-Sahara Afrika zu untersuchen. In diesem Zusammenhang wurde der kenianische und nigerianische Banken- und Kreditkartenmarkt untersucht und eine umfassende Datenbank wurde erstellt, die Informationen aus mehr als 50 Experteninterviews mit Entscheidungsträgern der Banken und Personalisierungsbüros beinhaltet. Unsere umfassenden Recherchen haben gezeigt, dass die kenianische Bankenlandschaft gesättigt ist. In diesem Sektor können kaum profitable Investitionen getätigt werden und das Potential für Kreditkarten und EC-Karten ist gering. In Nigeria ist zudem ein starker Preisverfall bei Chips zu erkennen was dazu führt, dass Banken und Personalisierungsbüros derzeit andere Lösungen untersuchen. Trotzdem eröffnet der dynamisch wachsende Sektor des „Mobile Money“ Chancen für den IT-Bereich sowie Firmen, die sich mit Internetsicherheit befassen.

 

Germany Africa Business Forum

Am 23. März 2017 moderierte Marc Zander die Diskussionsrunde „Germany grows abroad – venturing to Africa for new markets” auf dem Germany Africa Business Forum (GABF). Im Beisein hoher afrikanischer Politiker wie dem ehemaligen Präsidenten der Republik Benin, Boni Yayi, und dem Minister für Minen und Kohlenwasserstoffen von Äquatorialguinea, Gabriel M. O. Lima, trafen sich deutsche wie afrikanische Geschäftsleute im renommierten Adlons Kempinski Hotel.

In Abwesenheit deutscher Politiker konnte man sehr offene und vertrauensvolle Diskussionen wahrnehmen. So sprach sich Herr Lima dafür aus, dass die Deutschen „genauso aggressiv wie andere Nationen handeln sollten, um den Afrikanern ihr Interesse zu beweisen“. Auch Herr Muhindo von der ugandischen Botschaft in Deutschland sprach sich für ein größeres Investment Deutschlands in die Industrialisierung seines Landes an Stelle von traditioneller Entwicklungshilfe aus, weil in Uganda viele gut ausgebildete, junge Menschen nicht in der Lage wären, eine angemessene Arbeit zu finden. Insgesamt bekam man auf dem GABF das Bild eines starken und innovativen Afrikas vermittelt, das in markantem Gegensatz zum altbekannten Bild eines hilfsbedürftigen Bittstellers steht. Dieser Eindruck entstand vor Allem durch die Beteiligung von modernen und erfolgreichen afrikanischen Geschäftsleuten wie Erick Yong, Onyeche Tifase oder Rebecca Enonchong.

Zwischen den offiziellen Beiträgen gab es viele Möglichkeiten, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen, sodass ein jeder von den Erfahrungen des anderen profitieren konnte.

 

Vision und Mission

Neue Vision und Mission der africon GmbH

Nach sechs Jahren Unternehmensgeschichte wurde africons Langzeitstrategie neu definiert. Dies wurde zu Beginn des Jahres 2017 mit Hilfe eines externen Spezialisten getan. Die neue Vision der africon GmbH lautet: „Bridging Potentials“.

Bridging bedeutet für uns, dass wir Brücken bauen. Zwischen Afrika, dem Rest der Welt und innerhalb des Kontinents. Wir entdecken und verbinden Unternehmen, Ideen, Projekte sowie Personen und bieten ihnen die Brücke, ihre Potentiale gemeinsam auch in Zusammenarbeit mit uns zu entwickeln.

Bridging bedeutet ebenfalls, dass jeder von uns Brücken zu seinen Kollegen baut. Wir unterstützen uns gegenseitig und sind im Team erfolgreich. Wir bauen unseren Mitarbeitern Brücken zur Entwicklung ihrer persönlichen Potentiale.

Wir glauben an die Potentiale Afrikas. Diese Potentiale liegen in der Verbindung von und nach Afrika sowie innerhalb des Kontinents. Potentiale sind für uns alle Möglichkeiten, einen Mehrwert zu kreieren. Dies können sowohl persönliche als auch finanzielle Mehrwerte sein. Mit Begeisterung suchen, entdecken und fördern wir diese Potentiale.

Africons Mission und die eines jeden Teammitglieds ist es, im Jahr 2030 africon die führende Unternehmensberatung mit Schwerpunkt Afrika und erarbeitet Lösungen für Unternehmen weltweit zu sein. Unser erstes kurzfristiges Ziel wird in 5 Jahren erreicht sein. Im Jahr 2022 will africon die führende europäische Unternehmensberatung mit Schwerpunkt Afrika sein und Büros in Schlüsselmärkten Afrikas haben. Unser Dienstleistungsportfolio beinhaltet Marktrecherche, Entwicklung von Strategien und ihre Umsetzung durch unsere Repräsentanzen in ausgewählten Hauptmärkten. Diese individuellen Dienstleistungen erarbeiten wir mit unserem lokalen Netzwerk, auf Grundlage unseres Hands-on-Ansatzes und gemeinsam mit unseren Kunden. Unser Mehrwert ist die Reduktion von Zeit, Kosten und Risiko.

Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert. Sie sind ein vertrauensvoller Partner für unsere Kunden. Das internationale und lokale Team ist hoch spezialisiert und versteht die afrikanischen Märkte. Ein wichtiger Faktor für die Motivation ist unsere Firmenkultur.

Die Anteilseigner übernehmen eine aktive Rolle im täglichen Geschäft. Wir wachsen konstant, profitorientiert und sind finanziell unabhängig.

So verbinden wir Potentiale.

 

Als langjähriger Projektberater weiht africon die neue Azuri Fabrik ein

Sonja Mattfeld weiht neue Produktionsstätte für getrocknete Mangos ein

2013 haben die Messe Düsseldorf und die SAVE FOOD Initiative africon für eine Recherche zum kenianischen Lebensmittelmarkt angeworben. Die Studie deckte dramatische Zahlen auf: 300.000 Tonnen Mangos gehen während der Ernte verloren, weil sie nicht zur rechten Zeit gepflückt und zeitnah verarbeitet werden können.

Nach einer genauen Analyse der Gründe für den Ernteverlust sowie des kenianischen Mango Sektors mitsamt seinen wenigen Verarbeitungstechniken (Fruchtfleisch, Saft, Trockenfrucht) wurde eine aktive Gruppe von Mitarbeitern der Messe Düsseldorf, SAVE FOOD und africon gebildet, die sich um einen lokalen Partner in der Bekämpfung des Lebensmittelverlusts bemühten. Hierfür wurde die kenianische Firma Azuri Health Ltd. Ausgewählt, die Mangos trocknet und auf dem nationalen Markt verkauft.

Am 8. Februar diesen Jahres konnte Azuri Health auf Grund ihrer erfolgreichen Unternehmensentwicklung eine zweite, größere Fabrik eröffnen. Das Personal verdoppelte sich hierbei von 5 auf 10 Mitarbeiter im Vergleich zu der vorherigen Fabrik. Außerdem ist die Mitwirkung von 25 Zeitarbeitern während der wichtigsten Produktionsperioden vorgesehen. Währenddessen in der alten Fabrik 2 Tonnen getrockneter Mango pro Monat hergestellt werden konnten, erhöht sich die Produktionskapazität auf nunmehr 10 Tonnen pro Monat.

Sonja Mattfeld, Partner der africon GmbH und Direktorin des „Mango Project“ wurde als Rednerin zur Eröffnungsfeier eingeladen und schnitt zusammen mit Dr. Clemens Schütte, International Business Director der Messe Düsseldorf, das rote Band im Zeichen der Einweihung der Produktionsstätte durch.

Tei Mukunya, Gründerin und Geschäftsführerin von Azuri Health sagte zu diesem Anlass: „Das Mango Projekt stellt tatsächlich eine lang erwartete Lösung für ein ernsthaftes Problem dar. Die Partner kamen nach Kenia, stellten die richtigen Fragen und taten was nötig war.“

 

Folie des Monats Februar – Segmentierung des nigerianischen sanitären Marktes

Die Folie des Monats Januar zeigte, dass der Hotelsektor in Westafrika prosperiert. Durch die dynamische Entwicklung im Bausektor entsteht auch eine ansteigende Nachfrage nach sanitären Produkten. Zwei Drittel des gesamten nigerianischen Umsatzes im Sanitärsektor stammen aus dem Einzelhandel. Nur ein Drittel der Produkte wird im Zuge von Großprojekten wie dem Bau von Hotels oder Bürogebäuden verbaut. Allerdings dreht sich diese Tendenz um, wenn es zu Luxusobjekten kommt. Diese werden auch in Nigeria hauptsächlich in großen Bauprojekten verarbeitet und projektgebunden verkauft. Ein Erfolgsfaktor zur Erschließung des nigerianischen Marktes ist die Identifikation und Kenntnis seiner Schlüsselfiguren.

Die Segmentierung des sanitären Sektors in Nigeria ist beispielhaft für Afrika. Kleine Unternehmer und der Schwarzmarkt dominieren viele Geschäftszweige. Trotzdem sieht africon interessante Investitionsmöglichkeiten, wenn es zu großen Verträgen und „high-end“ Projekten kommt. Hierbei muss ein erfolgreicher Markteintritt das gesamte Vetriebsnetz abdecken.