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Folie des Monats September – Produktion von Holzmöbeln

Während eines kürzlich beendeten Projekts der africon GmbH im Sektor Anlagen und Maschinen zur Produktion von Holzmöbeln für Nigeria, hat africon 107 Möbel-Hersteller sowie 14 Distributoren identifiziert, die speziell auf Maschinen zur Herstellung von Holzmöbeln spezialisiert sind.

Anhand der geführten Interviews wurde offensichtlich, dass der nigerianische Sektor zur Herstellung von Holzmöbeln sehr qualitätsorientiert ist bezüglich der Maschinen die zur Herstellung benötigt werden. Damit steht dieser Sektor im starken Gegensatz zu vielen anderen industriellen Sektoren, die sehr viel stärker preisorientiert sind wie zum Beispiel der Einkauf von Maschinen im Stahlsektor.

Die Folie des Monats September 2017 zeigt jedoch deutlich, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten selbstverständlich dem Preis eine wachsende Bedeutung zugesprochen wird – auch wenn Qualität weiterhin als wichtiges Kriterium betrachtet wird. Somit haben in den letzten Jahren die Exportländer, deren Fokus auf hoher Qualität liegt, große Marktanteile eingebüßt gegenüber denjenigen Exportländern, deren Fokus auf niedrigen Preisen liegt. Es ist daher entscheidend für Lieferanten von qualitativ hochwertigen Produkten ihr Portfolio um ein niedrig-preisiges Produkt zu erweitern, das dennoch alle grundlegenden Qualitätsanforderungen erfüllt.

 

Folie des Monats August – Trinkwasser Rohrsysteme

Über eine Zeitperiode von über 3 Jahren befragte die africon GmbH mehr als 140 Hersteller, Händler, Baumärkte, Baufirmen und Unternehmen zum Thema Rohrsysteme in 11 verschiedenen Ländern in Sub-Sahara-Afrika. Durch diese Interviews gelang es der africon GmbH einen umfangreichen Einblick in den Markt zu bekommen, sowie verschieden Trends hinsichtlich der Importe der präferierten Materialien in den Ländern feststellen zu können.

Die Folie des Monats zeigt, dass es beim Markteintritt in ein afrikanisches Land wichtig ist differenzierte Strategien für verschiedene Länder zu entwickeln. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Trends, Entwicklungen und Marktgrößen in den einzelnen Ländern.

 

Cédrick Lukusa ist Panel Teilnehmer beim 5. Africa Business Forum

Cédrick Lukusa, Principal bei africon nahm an dem 4. Africa Business Forum in Köln statt und teilte seine Erfahrung mit den angereisten deutschen Familienunternehmen. Dabei berichtete Cédrick Lukusa vor allem von den Chancen im Bereich Stahl in Afrika und dem vermehrten Interesse im Bereich Verpackung.

Das Forum brachte Regierungs-, Wirtschafts- und Finanzführer aus ganz Afrika und Deutschland / EU zusammen, um zu erkunden, wie die Arbeit bei der Suche und Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten zusammenarbeiten kann.

Das Forum wurde in Partnerschaft mit dem Verband Deutscher Familienunternehmen BJU / ASU  und Afrika 2.0– organisiert.

Ziel war es, Geschäftspartnerschaften über Engagement und Geschäftsaustausch zwischen afrikanischen und deutschen / EU-Unternehmen zu etablieren. Dank der strategischen Unterstützung der Deutschen Handelskammer und des Bundesparlaments hat das Forum eine umfangreiche Präsenz, zu der auch die 4000 Mitglieder des Familienunternehmers gehören.

Das 5. Afrikanische Wirtschaftsforum wird Regierungs-, Wirtschafts- und Finanzführer aus der ganzen Welt nach Deutschland bringen, um zu erforschen, wie sie zusammenarbeiten können, um die Dynamik zu sichern und zu erhalten, um von dem afrikanischen Wachstum zu profitieren.

 

Folie des Monats Juni – Automobilindustrie Kenia & Nigeria

In zwei verschiedenen Projekten im Bereich Automobilindustrie hat africon sowohl in Nigeria wie aber auch in Kenia 65 Interviews mit lokalen Produzenten von Autos, “Assemblern” von Bussen und Werkstätten durchgeführt. Ziel war es den Prozess von Reparaturen der Frontscheiben in Afrika zu verstehen und daraus eine Markteintrittsstrategie für einen führenden Hersteller von Klebstoffen zu entwickeln.

 

Die Interviews zeigten, dass in Nigeria ca. 12,5 Millionen Fahrzeuge im Markt sind, in Kenia 1,4 Millionen. Das ist natürlich auf die Bevölkerung in Nigeria und Kenia zurückzuführen hat aber auch stark mit entsprechenden Gesetzen im Lande zu tun.

 

Weiterhin konnte erhoben werden, dass ca. 75% aller Fahrzeuge in Kenia und fast 80% der Fahrzeuge in Nigeria Gebraucht-Wagen sind. Das spricht für ein großes Potential im Bereich „independent after market“ wo Produkte wie Klebstoffe, Farben, Filter und andere benötigt werden.

 

Folie des Monats Mai – Investment Stahl Afrika

In den Jahren 2016-2017 führte africon GmbH mehr als 130 Interviews in 8 Ländern der Sub-Sahara Afrikas durch. Ziel war ein Verständnis dafür zu bekommen, wie Entscheider in der Stahlindustrie zukünftige Investments entscheiden und vor allem, für welche Herkunftsländer der Maschinen und Anlagen sie sich entscheiden. In den Interviews konnte erarbeitet werden, dass aktuelle Installationen meistens aus Indien und Asien sind. Es konnte aber auch bestätigt werden, dass mehr als 50% der zukünftigen Investments in Europäische Anlagen getätigt werden. Das eröffnet große Chancen für deutsche und europäische Unternehmen in der Stahlindustrie in Afrika.

Folie des Monats März – Mobiler Geldtransfer in Kenia

Mobile Geldtransaktionen oder „Mobile Money“ sind das bei Weitem verbreitetste Geld-Transfer-System in Kenia. Dies steht in starkem Kontrast zu den europäischen Ländern, wo Personen den neuen Geldsystemen häufig noch misstrauisch gegenüberstehen. Auf Grund der langjährigen Erfahrung im Bereich Zahlungssysteme in Afrika wurde africon damit beauftragt das Potential für elektronisch Chips in Sub-Sahara Afrika zu untersuchen. In diesem Zusammenhang wurde der kenianische und nigerianische Banken- und Kreditkartenmarkt untersucht und eine umfassende Datenbank wurde erstellt, die Informationen aus mehr als 50 Experteninterviews mit Entscheidungsträgern der Banken und Personalisierungsbüros beinhaltet. Unsere umfassenden Recherchen haben gezeigt, dass die kenianische Bankenlandschaft gesättigt ist. In diesem Sektor können kaum profitable Investitionen getätigt werden und das Potential für Kreditkarten und EC-Karten ist gering. In Nigeria ist zudem ein starker Preisverfall bei Chips zu erkennen was dazu führt, dass Banken und Personalisierungsbüros derzeit andere Lösungen untersuchen. Trotzdem eröffnet der dynamisch wachsende Sektor des „Mobile Money“ Chancen für den IT-Bereich sowie Firmen, die sich mit Internetsicherheit befassen.

 

Folie des Monats Februar – Segmentierung des nigerianischen sanitären Marktes

Die Folie des Monats Januar zeigte, dass der Hotelsektor in Westafrika prosperiert. Durch die dynamische Entwicklung im Bausektor entsteht auch eine ansteigende Nachfrage nach sanitären Produkten. Zwei Drittel des gesamten nigerianischen Umsatzes im Sanitärsektor stammen aus dem Einzelhandel. Nur ein Drittel der Produkte wird im Zuge von Großprojekten wie dem Bau von Hotels oder Bürogebäuden verbaut. Allerdings dreht sich diese Tendenz um, wenn es zu Luxusobjekten kommt. Diese werden auch in Nigeria hauptsächlich in großen Bauprojekten verarbeitet und projektgebunden verkauft. Ein Erfolgsfaktor zur Erschließung des nigerianischen Marktes ist die Identifikation und Kenntnis seiner Schlüsselfiguren.

Die Segmentierung des sanitären Sektors in Nigeria ist beispielhaft für Afrika. Kleine Unternehmer und der Schwarzmarkt dominieren viele Geschäftszweige. Trotzdem sieht africon interessante Investitionsmöglichkeiten, wenn es zu großen Verträgen und „high-end“ Projekten kommt. Hierbei muss ein erfolgreicher Markteintritt das gesamte Vetriebsnetz abdecken.

 

Folie des Monats November – Stahlindustrie und Regierungsentscheidungen

Nachdem uns die Folie des Monats Oktober eine zunehmende Nachfrage nach Stahl in Afrika offenlegte, analysiert die Folie des Monats November die Rolle der Regierung in Stahlprojekten. In Ländern, die über ein unterstützendes Programm für Stahlprojekte verfügen, haben Politiker oft großen Einfluss auf die Entscheidungen im industriellen Sektor. Dies ergab eine Befragung von 101 Geschäftsführern in der afrikanischen Stahlindustrie durch das africon Team. Die Verbindung zwischen Regierung und Wirtschaft ist in solchen Ländern besonders hoch und muss bedacht werden, wenn Interessenzentren definiert werden.

Folie des Monats August – Autoverkäufe in Nigeria

Die Folie des Monats August zeigt den Rückgang der Auto-, Bus- und LKW- Verkäufe in Nigeria auf 188.000 in 2016 von vormalig 381.000 in 2014. Gründe dafür sind die Restriktion internationaler Devisen und die Einführung einer Steuer von 70% auf PKW und LKW. Vor allem für Unternehmen auf dem Bereich Aftermarket empfehlen wir für Nigeria:

  1. Evaluieren Sie die informellen Märkte gut
  2. Nehmen Sie direkten Einfluss auf die Entscheider der Werkstätten
  3. Seien Sie lokal um dem Markt über das Thema „fake parts“ aufzuklären

Auf Grund der stetigen Nachfrage von OEM aber gerade auch von Unternehmen aus der Zulieferbranche in Deutschland und international hat africon GmbH gerade mehrere Projekt im Bereich Automotive erarbeitet. Für Fragen stehen wir gerne unter info@africon.de zur Verfügung.

 

Folie des Monats Juni – Stahlverbrauch in Sub-Sahara Afrika wächst um 7% jährlich

Die Folie des Monats zeigt den Stahlverbrauch in Sub-Sahara Afrika mit mehr als 7% jährlich und verdeutlicht damit die Chancen für Unternehmen in Afrika. Vor allen profitieren Stahlhändler von dem Wachstum, aber auch die lokalen Firmen in Afrika investieren in neue Anlagen und Maschinen. Der größte Markt ist noch Südafrika, aber Nigeria und Kenia liegen direkt dahinter. africon GmbH als Beratung für Afrika hat in den letzten Monaten intensiv die Märkte in Afrika untersucht und sollten Sie eine Frage zu den Stahlmärkten in Afrika haben, stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

 

Steel market in Africa

Steel market in Africa

Veranstaltungen

Erfolgreich nach Afrika – Wie der deutsche Mittelstand am besten in Afrika Fuß fassen kann

Liebe Kunden der africon,

mit anhaltend hohen Wachstumsraten und dynamischen Märkten bietet Afrika kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Deutschland enorme Geschäftspotenziale. Bei lediglich 1,7% Anteil am deutschen Außenhandelsvolumen zeigt sich jedoch die Zurückhaltung der Unternehmen, die Chancen der afrikanischen Märkte wahrzunehmen.
Gründe dafür finden sich zum einen in den fehlenden Kenntnissen der Zielmärkte. Das BRS Institut für Internationale Studien an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Un-ternehmensberatungsagenturen africon und Nexia Inter-national haben deshalb in Zusammenarbeit mit dem Bundes-verband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW) den Mit-telstandsindex Afrika entwickelt. Als innovatives Marktanaly-seinstrument soll es deutschen KMU die Entscheidung für den Eintritt in die afrikanischen Märkte erleichtern.
Zum anderen spielen beim Markteintritt in Afrika Fragen der Finanzierung eine entscheidende Rolle. Oft wissen KMU nicht, wie sie ihre Projekte finanzieren und absichern können. Um dem Problem zu begegnen und Geschäftsaktivitäten in Afrika zu fördern, hat die Bundesregierung im Jahr 2018 deutschen Mittelständlern eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Für viele Unternehmer ist jedoch unklar, wie sie die finanziellen Mit-tel des Entwicklungsinvestitionsfonds in Anspruch nehmen können.
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) eine bundesweite Roadshow zum Entwicklungsinvestitionsfonds durch. Gemeinsam mit der AWE organisiert der BVMW da-her eine Veranstaltung zum Thema: „Erfolgreich nach Afrika – Wie der deutsche Mittelstand am besten Fuß fassen kann“. Während der Veranstaltung wird sowohl über Finanzierungs-möglichkeiten informiert, als auch der Mittelstandsindex Afrika vorgestellt. Im Anschluss an die Veranstaltung haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 04. Oktober an (Teilnahme begrenzt).